Schlaflos
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Schlaflos durch die Nacht

Stundenlang tief und fest durchschlafen und am nächsten Morgen fit und munter aus dem Bett springen. Davon können viele leider nur träumen (sofern

sie es schaffen, überhaupt erst einzuschlafen).


Woran liegt es, dass unser Körper und unser Geist oft einfach nicht zur Ruhe kommen wollen?


Schlafmangel wirkt sich auf Dauer negativ auf unsere Gesundheit aus. Dazu kommen noch mangelnde Leistungsfähigkeit, Gereiztheit und Konzentrationsstörungen. Bei der Schlaflosigkeit unterscheidet man zwischen den Einschlafstörungen und den Durchschlafstörungen. Egal ob man nun Probleme damit hat, einzuschlafen, oder ob man nach wenigen Stunden aufwacht und stundenlang wachliegt: beide Schlafstörungen sind nervenzehrend und enorm belastend. Vor allem, wenn der Zustand länger anhält, sollte man sich über die Ursachen Gedanken machen und eventuell ärztlichen Rat einholen.


Doch was kann man selbst gegen die Schlafstörungen unternehmen, wenn Schäfchen zählen nicht mehr hilft? Stress und Sorgen führen häufig dazu, dass man sich stundenlang unruhig im Bett wälzt. Aber auch zu viel Kaffeekonsum oder das Scrollen am Handy vor dem Zubettgehen, bringen uns um den Schlaf. Das kurzwellige blaue Licht der Smartphones, Tablets und Laptops unterdrückt die Ausschüttung des Hormons Melatonin. Lange Bildschirmzeiten wirken sich negativ auf die Schlafdauer und Schlafqualität aus. Auch die Content-Flut macht uns rastlos und lässt uns schwerer zur Ruhe kommen.


Was hat es denn nun mit diesem Melatonin auf sich?


Das körpereigene Hormon sorgt dafür, dass wir besser einschlafen können. Das sogenannte Schlafhormon wird von der Zirbeldrüse aus Serotonin gebildet. Um den Melatoninspiegel im Körper zu steigern, sollte man vor dem Schlafengehen eine bildschirmfreie Zeit einplanen. Ein möglichst dunkles Schlafzimmer fördert zudem die Melatoninbildung. Lesen macht nicht nur schneller müde, sondern lenkt auch vom Gedankenkarussell ab, das sich leider zu später Stunde häufig dreht.


Eine andere Methode, schneller wieder einzuschlafen, ist die 4-4-4 Atemtechnik aus der Achtsamkeitslehre. Auf vier Sekunden einatmen folgen 4 Sekunden Atem anhalten und vier Sekunden ausatmen. Liegt man immer noch im Bett und kann keinen Schlaf finden, ist es ratsam, aufzustehen und das Schlafzimmer zu verlassen. Doch was kann man jetzt tun, das nicht erst wieder kontraproduktiv ist? Wie wäre es mit Gedanken aufschreiben oder einen Podcast hören? Ins Bett gehen sollte man jedenfalls erst dann, wenn die Schläfrigkeit wieder einsetzt.


Langfristig kann es hilfreich sein, Körper und Geist schon unter Tags auf Entspannung einzustellen. Das ständige Scrollen am Handy, Arbeit, Kinder, Haushalt: das Gehirn kommt nicht mehr zur Ruhe. Die Flut an Reizen sorgt für eine ständige Anspannung, die bis in die späten Nachtstunden anhält. Deshalb öfter mal entspannen, nichts tun und in die Luft schauen: was so banal klingt, kann wahre Wunder bewirken.